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Die aufgezählten Faktoren führen zu einer unphysiologischen Belastung der Bänder und der Gelenkkapsel. Es kommt zu sekundären Veränderungen und Umformungen am Oberschenkelkopf und an der Pfanne. Knorpel und Knochen verändern sich. Es kann eine schmerzhafte Hüftgelenksarthrose entstehen.
Auf Grund der ruhigen Lebensweise unserer Hauskatzen bleibt eine Hüftgelenksveränderung häufig vom Besitzer unbemerkt.
Welche Verhaltensänderungen können Hinweis auf ein Hüftgelenksproblem sein?
- Die Katze zögert, bevor sie auf eine ihr vertraute Höhe springt
- sie mag nicht mehr von einem Platz zum anderen springen
- sie wählt Liegeplätze in geringerer Höhe aus
- sie läuft nicht mehr so elegant die Treppe rauf und runter, bleibt zwischendurch sitzen
- manche Katze mag sich nicht mehr so gerne auf dem Rücken streicheln lassen
- sie streckt sich nicht mehr so gerne und nach dem Schlafen scheint sie steif zu gehen
- Hinken mit einem der Hinterbeine
- das Streu in der Katzentoilette wird nicht mehr gerne „ bearbeitet“
- es wird über den Rand der Katzentoilette gemacht, weil das Hocken weh tut
Zahlreiche wissenschaftliche Gruppen (in den USA z.B. The Feline Hip Dysplasie Awareness Group oder die OFDA, aber auch Zuchtverbände in Europa, wie Pawpets in Schweden und die Grsk Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen bei Kleintieren in Deutschland) sind um die Erforschung und Aufklärung der felinen Hüftgelenksdysplasie bemüht.
Obwohl jede Katze betroffen sein kann, werden prozentual häufiger Veränderungen bei den großen, schweren Katzenrassen gefunden.
Schnelles Wachstum, großer, schwerer Körperbau, Veränderungen in der Hüft-Kniescheibenlinie, eine Fehlstellung des Oberschenkelkopfes, sowie eine mangelnde Festigkeit der umgebenden Bänder werden u.a. für die Entstehung der Hüftdysplasie verantwortlich gemacht.
In Anlehnung an die Hüftgelenksuntersuchungen der Hunde, wird von den großen Zuchtverbänden in den USA und Nordeuropa eine Röntgenuntersuchung auf HD bei der Katze gefordert. Die Katze sollten vor dem Einsatz zur Zucht untersucht werden. Je nach Verband wird ein Mindestalter von 12 bzw. 24 Monaten gefordert. In einigen Ländern sind inzwischen einheitliche Richtlinien und Formulare erarbeitet worden.
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