Spinale Muskelatrophie - SMA -

Die spinale Muskelatrophie – SMA – ist eine relativ neu erkannte Erkrankung der Maine Coon Katze.

Sie wurde erstmals 1997 in den USA beobachtet. Es ist eine Erkrankung, die autosomal - rezessiv vererbt wird. Beide Elterntiere müssen also jeweils ein verändertes Gen an die Nachkommen weitergeben, bevor sich die Krankheit bei den Nachkommen zeigt. Gibt nur ein Elternteil ein verändertes Gen weiter, sind die Nachkommen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% Träger der Erkrankung, bleiben aber klinisch unerkannt. Es besteht also die große Gefahr, dass kranke Erbanlagen weitergegeben werden, wenn nicht bekannt ist, dass sie Träger sind.

Bei den erkrankten Tieren liegt eine Störung in der Leitung von Nervenreizen aus dem Rückenmark zur Muskulatur vor. Betroffen ist besonders die Muskulatur im Bereich der Hinterbeine. Die Muskelfasern erhalten keine Nervenreize mehr, können so nicht mehr aktiv sein und bilden sich zurück.

Die ersten Symptome werden im Alter von 3-4 Monaten beobachtet. Die erkrankten Welpen spielen weniger mit den anderen Wurfgeschwistern. Sie bleiben häufiger still liegen und zeigen einen gewissen Unwillen, wenn sie laufen sollen. Das Springen auf eine höhere Ebene fällt ihnen schwer und umgekehrt fallen sie häufiger ungeschickt auf ihre Vorderpfoten. Die Krankheit scheint allerdings bei jeder betroffenen Katze unterschiedlich zu verlaufen.

Im Alter von 5 Monaten zeigen die betroffenen Katzen einen extrem schwankenden Gang.

In Zusammenarbeit mit Prof. Fyfe in den USA, haben große Main Coon Verbände, wie z.B. MCBFA / USA und Pawpets / Schweden, ein Projekt zur Erforschung der SMA organisiert. Leider ist der in den USA inzwischen entwickelt Gentest in Deutschland noch nicht verfügbar.

Wir informieren Sie aber gerne über den Test, die Kosten und die Durchführung. Alle angeforderten Daten werden streng vertraulich behandelt!